Platonic Solids

3-D scans of plasticine sculptures
2015
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EK: „Nun denn, erinnert ihr Euch noch, wie viel und worüber wir euch zu zu sprechen aufgaben?“

DA: „Zum Teil erinnern wir uns dessen noch, wir sprachen über den Staat und seine innersten Bände.“

EK: „Ja, wohl. Nun seht her, was wir in der Zwischenzeit geschaffen haben: Von allen Bänden ist dasjenige das schönste, welches zugleich sich selbst und die durch dasselbe verbundenen Gegenstände möglichst zu einem macht. Dies aber auf das Schönste zu bewirken, vermag die gleiche Proportion. Denn wenn von drei Zahlen oder Maßen oder Kräften die mittlere sich eben so zu letzten verhält, wie die erste zur mittleren, und diese ebenso wiederum zu der ersten wie die letzte zu ihr, dann wird sich ergeben, dass, wenn die mittlere an die erste und letzte, die erste und letzte dagegen an die beiden mittleren Stellen gesetzt werden, das Verhältnis notwendig dasselbe bleibt. Bleibt dies aber dasselbe, so bilden sie alle damit eine Einheit.“

DA: „Körperlich, sichtbar und fühlbar ist nun das Gewordene.Wir sind dankbar, dass ihr uns glücklich durch diese fremdartige und ungewöhnliche Darstellungsweise hindurchführt und uns zu einer wahr scheinenden Ansicht verhelfen wollt.“

In Anlehnung an Platon, Timaios 32 St 3 A// 31 St 3 A
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»(…) after software has entered history, math cannot and should not be understood ahistorically.« (Galloway, The Poverty of Philosophy: Realism and Post-Fordism)

Euclidian Geometry was perceived for a long time as true description of reality. It embodied an ideal of harmonic order and logic. Platonic bodies are easy to make in 3-D programs and a very popular motif. The 3-D-scans of hand-formed sculptures relate to the history of platonic bodies and transform their mathematical beauty, their claim to represent world through reduction and logic.
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